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Hatiman Worfy/FFK: Erste Erfahrungen mit dem Harmattan
EU Server/Worfy. Dies ist ein Erfahrungsbericht des Hatiman Worfy, Wingleader des Schürf-Wings der First Frontline Kavallerie. Nachdem ich den Hanger betrat (ich musste dazu 2 TRI-Soldaten davon überzeugen, auch wirklich ich zu sein), klappte mir die Kinnlade auf den Boden. Die drei Harmattan standen vor mir, und ich konnte mein Glück immer noch nicht richtig greifen. Auf Hochglanz poliert in der gewohnten Farbkombi Grün-Silbern. Nur hatten diese Schiffe einfach mehr Schnitt. Entschuldigt, aber ein besseres Wort fällt mir einfach nicht ein. Ich schritt langsam um das Schiff herum, das meine Kennung an der Seite trug. Die Schritte hallten in dem weitläufigen Hangar. Ich bin es einfach nicht gewohnt, dass ein Hangar nur drei Schiffe beinhaltet und kein Bodenpersonal eifrig am schrauben ist. Meine Hand glitt über die Außenhülle, und ein Schauer lief mir den Rücken runter. Einzig die Positionen der Raketenaufhängungen gab mir zu denken. Warum asymetrisch? Dann begab ich mich zur Einstiegsluke und ließ mich in den Sessel gleiten. Neu roch es hier. Der schwarze Ledersessel fühlte sich angenehm an. Nicht zu weich, denn nach Stunden merkt man das im Kreuz, sondern mit schönen Halt. Nachdem ich ein paar Mal tief eingeatmet hatte, schaute ich mich genauer um. Ziemlich viele Knöpfe hier. Ich hätte die Anleitung wohl etwas genauer lesen sollen. Naja wird schon passen, ich drücke einfach nur die Knöpfe, die ich kenne. Als nächstes schaue ich mir den Laderaum an. Ist ziemlich gross, dafür dass das Schiff von außen so klein wirkt, aber stand ja auch in der Anleitung, irgendwas von über 60 Standard-Cargo-Einheiten. Inzwischen waren auch die beiden anderen Testpiloten gekommen und wir machten noch ein kurzes Briefing. Dann rein in die Maschinen, Triebwerke zünden und los geht’s. Nach dem Start von Corridor-Station wurden wir von einen großen Eskorte in Empfang genommen, und wir flogen zur Quantar-Core Station, welche wir ein paar Mal umrundeten. Langsam gewöhnte ich mich an die doch recht ungewohnte Steuerung. In der fertigen Version braucht der Harmatten stärkere Steuerdüsen. Da dreht sich meine vollbeladene Tow bald schneller ! Nachdem wir uns nun alle an die Steuerung gewöhnt hatten, machten wir uns auf den Weg nach Quantar Gate, um dort etwas zu minen. Aber schon in Omni V drang ein Piepsen an mein Ohr. Der Temperaturwächter der Antriebe meldete sich. Gelber Bereich. Naja, wird sich bestimmt gleich beheben, dachte ich und flog weiter. In Ekoo´s Stop löste allerdings die Notabschaltung aus und ich trieb im All. Glücklicherweise hat die Eskorte schnell reagiert und sich schützend um mich gestellt, während ich versuchte, aus den Anweisungen des anwesenden TRI-Offiziers schlau zu werden. Nach ein paar kräftigen Tritten gegen die Respects (das ist ein Quant-Schiff, warum ist da Sol-Technik drin??), kräftigen Flüchen und dem wohl ausschlaggebenden Neustart des Bordsystems war mein Schiff wieder einsatzbereit, nur sollte ich von da an vorsichtiger sein, was meine Antriebe anbelangt. In Quantar Gate angekommen, suchten wir uns Asteroiden. Meine Version hatte 4 Financier eingebaut, und eine Schürfgeschwindigkeit wie diese habe ich noch nicht gesehen. OK, es war nur herkömmliches Erz, das bekanntlich am leichtesten abgebaut wird, aber trotzdem war die Geschwingkeit beeindruckend. Beim nächsten Asteroiden versuchte ich diese Leistung noch zu topen. Das aktive Mining stellte sich jedoch als recht problematisch dar. Dabei war der zur Verfügung stehende Schub (der mir im Vorfeld am meisten Sorgen bereitet hat) gar nicht das Problem, sondern vielmehr die Energie. Nach nur 1-2 Sekunden im Vollschub schalteten sich 3 der 4 Laser vollständig aus, und der vierte zuckte nur gelegentlich. Ein größeres Energiemodul wird diese Zeit zwar verlängern, aber mit handelsüblichen Reaktoren ist aktive Mining leider keine Alternative. Aber es soll ja Artefaktfunde geben, die dieses Problem beheben können. Ich werde mich auf jeden Fall nach so was umhören. Nachdem der Frachtraum teilweise gefüllt war, steuerten wir das Ore Depot an. Hier konnte man allerdings den schwachen Schub merken. Das Schiff brauchte lange, um auf Geschwindigkeit zu kommen, und ich musste zudem die ganze Zeit den Temperatursensor im Auge behalten. Beim Anbremsen musste ich zudem feststellen, dass die Bremsdüsen unterdimensioniert sind. Hier besteht dringend Nachbesserungsbedarf. Kollisionstests mit Asteroiden ergaben folgende Daten (Beladung jeweils 20 Units Erz):
Geschwindigkeit: 8 m/s -> 85% Schilde Geschwindigkeit: 15 m/s -> 15% Schilde
Es werden also kleinere Fehler verziehen, aber zu schnell sollte man nicht gegen den Astro knallen. Ein Test gegen einen Confluxx der Klasse „C2“ ergab, dass auch die neuen Mining-Laser keinen Schaden anrichten. Zudem ist das Schiff nur unter zu Hilfenahme eines FlashFires (Beladung 40 Units Erz) zu retten gewesen. Wie es bei mehreren angreifenden Confluxx aussieht, wage ich mir erst gar nicht auszumalen. Leider musste der Testflug nach eine massiven Fehlfunktion bei dem Schiff des Piloten Miquant abgebrochen werden, und es wurde mir auch nicht mehr gestattet, den Rest des Schiffes zu inspizieren. Dabei wollte ich so gerne über die Kochgelegenheiten schreiben. Nunja, es gibt zur Zeit wichtigeres zu Verbesserern an diesem Schiff.
Zum Abschluss möchte ich noch meine Bewertung in Übersichtsform abgeben: (jeweils von 10 möglichen Punkten)
Aussehen: 9  Flugeingeschaften: 5 Schürfen (stehend): 10 Schürfen (zirkelnd): 5* Verteidigungsfähigkeit: 7 Fluchtkapazitäten: 6 Laderaum: 7
Schlusswort: Der Harmattan ist als Lichter Schürfer geplant, und das ist er auch geworden. Wenn die Schwächen in Manövrierbarkeit und im Bremsvermögen behoben werden, ist er ein ideales Schiff für den Schürfer, der es nicht weit hat zu seinem Asteroiden und keine Fluxxangriffe befürchten muss. Erfahrenere Piloten werden wohl über kurz oder lang zurück zur Thunder kommen. Zwar braucht diese erheblich länger um das Erz abzubauen, aber die Flugeigenschaften sind deutlich besser und der größere Frachtraum ermöglicht viel längere Turns.
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